Halluzinationen — warum KI manchmal selbstbewusst Unsinn erzählt.
Du fragst eine KI nach einer Person, einem Gesetz oder einer Studie — und bekommst eine Antwort, die so überzeugend klingt, dass du sie sofort weiterverwendest. Stunden später merkst du: Die Quelle existiert gar nicht. Willkommen bei einer der wichtigsten Lektionen im Umgang mit KI. Hier ist, was dahinter steckt und wie du dich davor schützt.
Vor ein paar Wochen passierte einem deutschen Anwalt Folgendes: Er ließ sich von ChatGPT Rechtsprechungen für einen Mandanten zusammenfassen. Die KI lieferte vier Urteile mit Aktenzeichen, Datum und Inhalt. Der Anwalt nutzte sie in seinem Schriftsatz. Nur: Keines der vier Urteile existiert. Erfunden. Komplett. Vom Gericht erfunden vorgeworfen bekommen, Glaubwürdigkeit weg, Berufshaftpflicht aktiviert.
Das ist keine deutsche Anekdote, sondern ein Muster, das weltweit in Kanzleien, Newsrooms und Behörden auftaucht. Es heißt „Halluzination" — und es ist die wichtigste Lektion, die jeder KI-Neuling vor der ersten ernsten Nutzung lernen sollte.
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