Drei Generationen, ein Rezeptbuch, und das Murmeln des Canale Grande in jedem Teller. Wir kochen, wie man in Cannaregio kocht — mit Geduld, mit Salz aus Cervia, und mit einem Glas Soave in der Hand.
Wir glauben, dass gutes Essen Zeit braucht. Unsere Tagliolini werden jeden Morgen frisch ausgerollt. Unser Bottarga kommt aus Sardinien, unser Olivenöl von einem Hof in der Toskana, den wir seit dreiundzwanzig Jahren persönlich kennen.
Es gibt Restaurants, die schnell sind. Wir gehören nicht dazu. Bei uns dauert ein Abend dreieinhalb Stunden — weil das eben so lange dauert, wenn man wirklich isst, redet, und das Leben für einen Moment einfach lebt.
Mit zweiunddreißig Jahren, einem Koffer voller Rezepte aus Venedig und 12.000 D-Mark Erspartem eröffnet Giuseppe Coletti die Osteria im Frankfurter Nordend.
Die FAZ nennt uns „die ehrlichste italienische Küche Hessens" — ein Satz, der bis heute über der Theke hängt.
Sohn Marco, ausgebildet in Bologna und im Le Calandre, übernimmt die Küche. Giuseppe bleibt am Pass — und schimpft, wenn die Pasta zu weich ist.
Der Guide Michelin verleiht uns den Bib Gourmand. Wir hängen die Urkunde neben das Bild von Nonna Lucia. Sie würde sich freuen.
Wir empfehlen eine Reservierung — vor allem Donnerstag bis Samstag. Schreiben Sie uns, rufen Sie an, oder kommen Sie spontan vorbei. Es gibt fast immer einen Platz am Tresen.