Wir bauen Möbel, die unsere Enkel reparieren werden — nicht ersetzen. Massivholz, Zapfen statt Schrauben, geölt statt lackiert. Eine Werkstatt, drei Werkbänke, vierzehn Holzarten.
Mein Großvater hat 1947 die ersten Schränke unter einer Plane gebaut. Es war kalt, das Holz war feucht, und niemand hatte Zeit für Schönheit. Heute ist die Werkstatt beheizt, das Holz lagert sieben Jahre, und wir nehmen uns die Zeit, die ein Möbel braucht.
Wir machen keine Massenware. Wir bauen drei Stücke im Monat. Esstische für Generationen, Regale, die mit den Büchern älter werden, Betten, die ein Leben begleiten. Jedes Stück trägt das Brandmal des Schreinermeisters, der es gemacht hat.
Wir verwenden keine Spanplatten. Keine Furniere, die wie Holz aussehen. Keine Schrauben, wenn ein Zapfen reicht. Keine Lacke, die das Holz ersticken. Diese Regeln sind nicht ideologisch — sie sind das Ergebnis von achtzig Jahren Reparaturen.
Wir bauen mit dem, was im Odenwald wächst — und mit ein paar Gästen aus dem Schwarzwald. Jedes Brett bekommt eine Holzscheinnummer, ein Trocknungsprotokoll und ein Datum, an dem es bereit ist.
Unser Hauptmaterial. Hart, langlebig, mit einer Maserung wie eine Landkarte. Wird mit den Jahren dunkler — wie ein gutes Gesicht.
Für Tische, an denen man lange sitzt. Tiefes Braun mit warmem Unterton, leicht zu bearbeiten, schwer zu vergessen.
Beginnt rosa, wird mit dem Licht honigrot. Wer ein Möbel will, das sich verändert, nimmt Kirsche.
Hell, elastisch, mit feiner Faserung. Für Stühle und alles, was Federung verzeiht.
Selten und teuer. Aber wer ein Schreibsekretär will, der wie ein Instrument klingt, nimmt nichts anderes.
Hell, fast weiß, mit seidigem Glanz. Für Räume, die Licht brauchen — und für Küchen mit nördlichen Fenstern.
Ein letztes Brett. Wir lagern ihn seit vier Jahrzehnten. Reserviert für ein Möbel, das es wert ist.
Birke, Lärche, Buche, Kiefer, Robinie, Edelkastanie, Pflaume. Jedes mit Geschichte, jedes mit Schein.
Sie kommen in die Werkstatt, wir trinken Kaffee, Sie erzählen vom Möbel. Wir machen Skizzen. Kein Vertrag, keine Anzahlung — wir prüfen erst, ob wir es können wollen.
Maßstab 1:10 in Bleistift auf Karton. Wir suchen die Bretter zusammen, prüfen Maserung, Ast-Verlauf, Trocknung. Bei Eiche dauert das eine Woche.
Hobeln, Schleifen, Zapfen, Leimen mit Knochenleim, Ölen mit Leinöl. Drei bis sechs Wochen. Zwei Schreiner sehen jedes Detail. Bei Zweifeln wird neu angefangen.
Wir liefern persönlich. Stellen das Möbel auf, ölen die Stellen, die beim Transport gelitten haben, und geben Ihnen ein Fläschchen Leinöl mit. Lebenslange Reparaturgarantie.
Wir antworten innerhalb von 48 Stunden. Anfragen bis Donnerstag-Mittag werden noch in derselben Woche durchgesprochen. Anfragen am Wochenende warten bis Montag — wir nehmen die Sonntagsruhe ernst.
Bachstraße 17
64646 Heppenheim a. d. Bergstraße
Di – Fr · 09 – 17 Uhr
Sa nach Vereinbarung
So Ruhetag
Bahnhof Heppenheim, 8 Min zu Fuß. Parkplätze direkt vor der Werkstatt.